Die Uhr zeigt kurz vor neun. Die Wohnung ist leer, die Küche wirkt auf den ersten Blick sauber, und trotzdem wächst die Unsicherheit: Wird die Verwaltung die Endreinigung akzeptieren? Bei einer Wohnungsabgabe reichen kleine übersehene Stellen, damit aus einem scheinbar erledigten Umzug eine Nachreinigung mit zusätzlichem Aufwand wird.

Eine Endreinigung Wohnung ist keine gewöhnliche Haushaltsreinigung und auch keine Grundreinigung mit beliebig offenem Leistungsumfang. Sie muss dem Zustand entsprechen, den Vermieterschaft und Verwaltung bei der Übergabe prüfen. Entscheidend sind deshalb nicht nur glänzende Flächen, sondern System, Dokumentation und Abnahmesicherheit. Dieser Praxisguide zeigt, wie eine Endreinigung in der Schweiz Schritt für Schritt funktioniert, wo typische Beanstandungen entstehen und wann ein Profi mit Abnahmegarantie sinnvoller ist als der Eigenversuch.

Der stressige Tag der Wohnungsübergabe

Um neun Uhr beginnt die Wohnungsabgabe. Die Küche wurde am Vorabend gründlich gereinigt, die Fronten glänzen. Trotzdem prüft die Verwaltung nicht zuerst die auffälligen Flächen, sondern jene Stellen, die im Alltag leicht übersehen werden.

Am Wasserhahn bleiben Kalkränder sichtbar, hinter dem Herd liegt ein feiner Fettschleier. Die Silikonfugen an der Badewanne wirken vergilbt, auf der Glasscheibe zeigen sich Schlieren, und am oberen Türrahmen haftet Staub. Die Wohnung ist sauber, aber noch nicht konsequent übergabetauglich.

Warum eine saubere Wohnung trotzdem durchfällt

Während der Mietzeit richtet sich die Reinigung meist nach dem persönlichen Sauberkeitsgefühl. Bei der Abnahme zählt eine systematische Sichtprüfung. Armaturen, Dichtungen, Fensterrahmen, Lüftungsgitter, Sockelleisten und Schrankinnenseiten werden einzeln kontrolliert. Was bei normalem Licht unauffällig bleibt, kann bei direkter Prüfung eine Nacharbeit auslösen.

Der Mieterverband nennt die Abnahmegarantie als wichtigen Bestandteil bei der Beauftragung eines Reinigungsinstituts. Wird die Sauberkeit beanstandet, muss die Vermieterschaft eine kurze Nachfrist einräumen. Danach darf sie selbst eine Reinigung veranlassen, wie der Mieterinnen- und Mieterverband zur Wohnungsabgabe erläutert.

Praxisregel: Eine Endreinigung wird nicht danach beurteilt, wie sauber sie sich anfühlt. Entscheidend ist, ob die typischen Prüfflächen ohne berechtigte Beanstandung bleiben.

Die genannten Stundenansätze von CHF 65 bis CHF 95 für eine Nachreinigung stammen aus der praktischen Preisplanung und sind kein allgemeingültiger Tarif. Jede vergessene Stelle kann den Zeitplan gefährden, besonders bei einer Abnahme direkt nach dem Auszug. Zum Reinigungsaufwand kommen dann mögliche Terminverschiebungen, eine erneute Anfahrt und Unsicherheit bei der Kaution.

Sauberkeit auf Prüfungsniveau

In der Schweiz reinigen 93 % der Romands und 92 % der Deutschschweizer ihre eigenen vier Wände selbst, wie die Daten zur Reinigungshäufigkeit in der Schweiz (Solothurner Zeitung) zeigen. Die Vergleichsdaten nennen auch, dass 13,5 % der Romands und 12,5 % der Deutschschweizer täglich reinigen. 42,1 % beziehungsweise 38 % putzen mehrmals pro Woche, ebenfalls gemäss dieser Quelle. Die Zahlen zeigen, wie fest Sauberkeit im Alltag verankert ist. Für eine Wohnungsabgabe ersetzen sie jedoch keine gezielte Endkontrolle.

Eine professionelle Endreinigung arbeitet deshalb mit einer festen Kontrolllogik. Sie prüft die sichtbaren Flächen ebenso wie schwer zugängliche Bereiche und dokumentiert offene Nacharbeiten beim abschliessenden Rundgang. Erst dieser letzte Kontrollschritt zeigt, ob die Wohnung nicht nur sauber wirkt, sondern der Abnahme standhält.

Vorbereitung, Material und die richtige Reihenfolge

Die beste Reinigungstechnik hilft wenig, wenn Kartons, Möbel oder Handwerkerarbeiten noch im Weg sind. Für eine Endreinigung Wohnung gilt daher eine einfache Grundregel: zuerst leeren, dann grob reinigen, zuletzt fein nacharbeiten. Wer diese Reihenfolge umdreht, putzt dieselben Flächen oft zweimal.

Drei Schritte vor dem ersten Tuch

  1. Entrümpeln und leeren: Entfernen Sie persönliche Gegenstände, Abfälle, Klebereste und nicht mehr benötigte Materialien. Keller, Estrich, Balkon und Nebenräume gehören in die Planung, sofern sie zum Mietobjekt gehören.
  2. Groben Schmutz entfernen: Saugen Sie Krümel, Staub, Haare und lose Rückstände ab. Erst danach lösen Reinigungsmittel Fett, Kalk und festsitzende Verschmutzungen wirksam.
  3. Fein nachputzen: Polieren Sie Glas, Armaturen und glatte Oberflächen erst am Schluss. So vermeiden Sie neue Schlieren durch nachfolgende Arbeiten.

Die Arbeitsrichtung lautet von oben nach unten und von innen nach aussen. Beginnen Sie beispielsweise mit Schrankoberseiten, Lampen und oberen Rahmen, bevor Sie Böden reinigen. In Schränken und Geräten arbeiten Sie von innen nach aussen, damit gelöster Schmutz nicht bereits gereinigte Flächen verunreinigt. Zusätzlich bewährt sich die Richtung vom Hellen zum Dunklen. So erkennen Sie auf hellen Flächen früh, wo noch Rückstände sitzen.

Material, das sich in der Praxis bewährt

  • Mikrofasertücher in drei Farben: Eine Farbe für Sanitärbereiche, eine für die Küche und eine für Wohnräume verhindert, dass Fett- oder Kalkreste verschleppt werden.
  • Kalklöser auf Amidosulfonsäurebasis: Er eignet sich für viele mineralische Rückstände an Armaturen, sofern Materialverträglichkeit und Einwirkzeit beachtet werden.
  • Alkalischer Fettlöser: Damit lassen sich Backofen, Dunstabzug und fettige Schrankbereiche bearbeiten.
  • Entkalker für Duschbrausen: Düsen und Brauseköpfe brauchen oft eine separate Behandlung.
  • Glasreiniger und fusselfreie Tücher: Für Fenster, Spiegel und Glasflächen ohne neue Streifen.
  • Fugenbürste und Ceranfeldschaber: Beide Werkzeuge helfen an Stellen, an denen ein normales Tuch nicht ausreicht.

Säurehaltige Produkte gehören nicht auf empfindliche Natursteinflächen, und ein Ceranfeldschaber darf nur flach und kontrolliert eingesetzt werden. Wer Reinigungsmittel mischt, riskiert Schäden und gefährliche Dämpfe. Die Umzugs-Checkliste für die Schweiz hilft dabei, Räume und Nebenflächen vor dem Termin vollständig zu erfassen.

Ein realistischer Wochenendplan

Für eine 3,5-Zimmer-Wohnung sollten zwei Personen realistisch 8 bis 12 Stunden einplanen. Das ist eine Planungsgrösse für eine leere Wohnung mit normalem Zustand, kein Versprechen für jedes Objekt.

Am Samstagvormittag werden Wohnung, Keller, Balkon und weitere Nebenräume vollständig geleert. Am Samstagnachmittag folgen Küche, Bad und WC, weil dort die längsten Einwirkzeiten und die meisten Detailarbeiten anfallen. Am Sonntag werden Fenster, Wohn- und Schlafzimmer, Böden sowie die Schlusskontrolle erledigt. Zwischen Reinigung und Abnahme sollte möglichst Zeit für eine Korrektur bleiben. Wer am Übergabetag selbst putzt, nimmt sich diesen Spielraum fast vollständig.

Raum für Raum sauber bis ins Detail

Raumweises Arbeiten verhindert, dass wichtige Prüfflächen zwischen verschiedenen Aufgaben verschwinden. Der Ablauf bleibt übersichtlich: Ein Raum wird vollständig gereinigt, kontrolliert und erst dann abgehakt. Besonders bei einer leeren Wohnung fallen Stellen auf, die während der Möblierung verdeckt waren.

Küche

In der Küche entscheidet sich die Abnahme häufig an Fett und Geräteinnenflächen. Reinigen Sie Herdplatten, Backofen, Backbleche und die Innenseiten der Schränke mit einem passenden Entfetter. Der Dunstabzug braucht eine gründliche Behandlung inklusive Fettfilter, nicht nur ein schnelles Abwischen der sichtbaren Front.

Kontrollieren Sie Kühlschrankdichtungen, Schubladenführungen, Sockelblende und die Bereiche hinter oder unter beweglichen Geräten. Fettschleier am Backblech und klebrige Rückstände an Griffen sind typische Nachreinigungsstellen. Beim Ceranfeld lösen Sie Eingebranntes vorsichtig mit dem Schaber, ohne die Oberfläche zu verkratzen.

Bad und WC

Kalk sitzt nicht nur am Wasserhahn. Prüfen Sie Perlatoren, Duschbrause, Duschtrennwand, Abläufe und die Übergänge zwischen Armatur und Keramik. Ein geeigneter Kalklöser auf Amidosulfonsäurebasis kann mineralische Rückstände lösen, darf aber nicht unkontrolliert auf säureempfindliche Materialien gelangen.

Silikonfugen müssen sauber und frei von sichtbaren Ablagerungen sein. Sind sie dauerhaft verfärbt oder beschädigt, handelt es sich nicht automatisch um ein Reinigungsproblem. Spiegel werden streifenfrei poliert, Bodenfugen mit einer Fugenbürste bearbeitet und Lüftungsgitter von Staub befreit.

Wohn- und Schlafzimmer

In Wohnräumen sind es selten grosse Flächen, die Probleme verursachen. Häufig übersehen werden Sockelleisten, Steckdosen, Lichtschalter, Türzargen und Heizkörperlamellen. Reinigen Sie Fensterrahmen inklusive Nut, Rollladengurte und die Oberseiten von Heizkörpern.

Bei Böden gilt: Hartboden zuerst gründlich saugen und danach nebelfeucht wischen. Parkett darf nicht mit zu viel Wasser behandelt werden. Verwenden Sie ein für den Boden geeignetes Pflegemittel und vermeiden Sie aggressive Allzweckreiniger, die matte oder fleckige Oberflächen hinterlassen können.

Fenster und Übergänge

Fenster gehören innen und aussen in die Kontrolle, sofern sie zugänglich und Bestandteil der vereinbarten Leistung sind. Reinigen Sie Scheiben, Rahmen, Simse und Dichtungen getrennt. Gerade die Nut im unteren Rahmen sammelt Staub und Feuchtigkeit, bleibt aber bei einer schnellen Glasreinigung unsichtbar.

Türen, Türrahmen und Schranksockel bilden den Abschluss jedes Raums. Diese Bereiche sind klassische Streichposten, weil sie beim Rundgang schnell übersehen werden. Gehen Sie am Ende mit einem trockenen, sauberen Tuch durch alle Griffe, Kanten und Übergänge. So erkennen Sie auch feine Schlieren und lose Rückstände.

Was kostet eine Endreinigung in der Schweiz

Bei den Kosten zählt nicht allein die Zimmerzahl. Eine Wohnung mit mehreren Bädern, vielen Fenstern, empfindlichem Parkett und starkem Kalkaufbau kann deutlich mehr Arbeit verursachen als ein gleich grosses Objekt mit wenigen, gut zugänglichen Flächen. Auch Stockwerk, Lift, Parkplatz, Zugänglichkeit und Nebenräume beeinflussen die Offerte.

Für 4,5-Zimmer-Wohnungen nennt Comparis typischerweise CHF 850 bis CHF 1'400, für 5,5-Zimmer-Wohnungen CHF 1'190 bis CHF 1'600. ImmoScout24 weist für dieselben Grössenklassen CHF 995 beziehungsweise CHF 1'210 aus. Diese Marktwerte beziehen sich auf Endreinigungen mit Abnahmegarantie und sind deshalb nicht direkt mit einem reinen Stundenangebot vergleichbar. Die Preisübersicht von Comparis zur Endreinigung zeigt, wie stark Leistungsumfang und Wohnungsgrösse die Kalkulation prägen.

Andere Schweizer Marktübersichten nennen für 2026 Richtwerte von rund CHF 490 für 1,5 Zimmer bis CHF 1'210 für 5,5 Zimmer. Gleichzeitig werden breitere Spannen von etwa CHF 350 bis CHF 1'210 oder Ansätze von CHF 5 bis CHF 15 pro Quadratmeter genannt. Diese Unterschiede sind ein Warnsignal: Eine günstige Zahl ist nur dann aussagekräftig, wenn klar ist, ob Fenster, Nebenräume, Material, Anfahrt, Mehrwertsteuer und Abnahmegarantie enthalten sind. Die Marktübersicht zu Reinigungspreisen ordnet diese Preisstreuung ein.

Wohnungsgrösse Reinigung selbst, Stundenaufwand Fixpreis ohne Abnahmegarantie Fixpreis mit Abnahmegarantie
1,5 Zimmer objektspezifisch ab rund CHF 350, je nach Umfang rund CHF 490 als genannter Richtwert
3,5 Zimmer abhängig von Zustand und Ausstattung Offerte erforderlich Offerte erforderlich
4,5 Zimmer abhängig von Zustand und Ausstattung nicht pauschal ableitbar CHF 850 bis CHF 1'400 als Comparis-Benchmark
5,5 Zimmer abhängig von Zustand und Ausstattung nicht pauschal ableitbar CHF 1'190 bis CHF 1'600 als Comparis-Benchmark

Die Tabelle ist ein Marktvergleich, kein verbindlicher Tarif. Ein Ratgeber nennt für die Abnahmegarantie meist einen Aufpreis von CHF 50 bis CHF 100 gegenüber einer einfachen Reinigung. Damit soll häufig auch das Risiko einer Nachabnahme abgesichert werden. Die Erklärung zur Schweizer Abnahmegarantie beschreibt sie als vertragliche Zusage für eine kostenlose Nachreinigung bei berechtigten Beanstandungen.

Express-Termine, Wochenendarbeit, starke Verschmutzung, zusätzliche Fensterläden oder ein voller Keller können den Preis erhöhen. Prüfen Sie ausserdem, ob die Offerte die Mehrwertsteuer und Anfahrt bereits enthält. Ob Reinigungskosten von der Kaution abgezogen werden dürfen, hängt vom konkreten Zustand, der Dokumentation und der rechtlichen Beurteilung ab. Eine Verwaltung darf nicht einfach beliebige Kosten ansetzen. Bei einer Beanstandung sollten Sie das Protokoll und die Belege sorgfältig prüfen.

Selbst reinigen oder Profi mit Abnahmegarantie

Die Eigenreinigung spart zunächst Geld, verlangt aber Zeit, Material und eine realistische Einschätzung des eigenen Ergebnisses. Für eine 3,5-Zimmer-Wohnung können bei vollständiger Eigenleistung 12 bis 18 Stunden anfallen. Dazu kommen Einkauf, Transport, Einwirkzeiten, körperliche Belastung und die Beschäftigung mit dem Abnahmeprotokoll.

Typische Schwachstellen zeigen sich erst bei der Kontrolle:

  • Bad: Kalkränder an Duschtrennwänden, Armaturen und Perlatoren.
  • Küche: Fettrückstände im Backofen, an Backblechen, Filtern und hinter dem Herd.
  • Wohnräume: vergilbte Steckdosen, Staub an Heizkörpern und Schlieren auf Glasflächen.
  • Verdeckte Bereiche: Lüftungsschlitze, Türzargen, Rollladengurte und Rahmenfalze.

Vergleich zwischen Eigenreinigung und professioneller Endreinigung für eine 3,5-Zimmer-Wohnung mit Fokus auf Zeit, Kosten und Risiken.

Die eigentlichen Kosten der Eigenleistung

Der direkte Materialaufwand ist nur ein Teil der Rechnung. Wer für die Endreinigung Ferientage einsetzt, verschiebt Erholung oder andere Umzugsarbeiten. Wer nach einem langen Auszugstag nachts Küche und Bad nacharbeitet, erhöht zudem das Risiko, ausgerechnet die kritischen Details zu übersehen.

Ein Profi arbeitet mit einem eingeübten Kontrollsystem und kann die Abnahme im Idealfall mit der Verwaltung begleiten. Das kostet mehr als ein Selbstversuch, reduziert aber das Akzeptanzrisiko. Die Frage lautet deshalb nicht nur, welcher Weg günstiger ist, sondern wie viel Zeit und Unsicherheit Sie bis zur unterschriebenen Übergabe tragen wollen.

Was die Abnahmegarantie tatsächlich leistet

Eine Abnahmegarantie ist eine vertragliche Zusage zur kostenlosen Nachreinigung bei berechtigten Beanstandungen. Sie ersetzt keine Reparatur und deckt nicht automatisch Schäden oder zusätzliche Arbeiten ab. Entscheidend sind der schriftliche Leistungsumfang, die vereinbarte Frist und die direkte Zuordnung zum Abnahmeprotokoll.

Viele Anbieter nennen eine Nachreinigungsfrist von 48 bis 72 Stunden. Diese Angabe muss im Vertrag stehen, wenn sie gelten soll. Ein Fixpreis mit Garantie kann besonders sinnvoll sein, wenn die Wohnung empfindliche Böden, viele Fenster oder stark beanspruchte Sanitärbereiche hat. Bei einer kleinen, unkomplizierten Wohnung und ausreichender Zeit kann Eigenreinigung dagegen vernünftig sein. Die Umzugsreinigung mit Abnahmegarantie sollte immer anhand des konkreten Objekts beurteilt werden.

Worauf Sie bei der Anbieterwahl achten sollten

Ein seriöser Anbieter verkauft nicht nur glänzende Oberflächen, sondern einen kontrollierten Übergabeprozess. Lassen Sie sich vor der Buchung schriftlich bestätigen, welche Räume, Geräte, Fenster und Nebenflächen enthalten sind. Der Begriff Fixpreis ist nur dann hilfreich, wenn Anfahrt, Material, Mehrwertsteuer und Nachreinigung eindeutig geregelt sind.

Diese Punkte gehören in jede Offertanfrage

  1. Schriftlicher Fixpreis: Die Offerte nennt den Gesamtbetrag und hält die Abnahmegarantie mit Nachreinigungsfrist fest.
  2. Klare Leistungsbeschreibung: Küche, Bad, Fenster, Böden, Keller, Balkon und weitere Flächen werden einzeln aufgeführt.
  3. Haftpflichtversicherung: Der Anbieter weist eine gültige Betriebshaftpflichtversicherung nach.
  4. Regionale Referenzen: Fragen Sie nach vergleichbaren Wohnungsabgaben in Zürich, Basel, Luzern oder Ihrer Region.
  5. Terminbestätigung: Datum, Startzeit, voraussichtliches Ende und Schlüsselübergabe stehen schriftlich fest.
  6. Protokollablauf: Der Anbieter erklärt, wie Beanstandungen aufgenommen und Nacharbeiten ausgelöst werden.

Eine Checkliste mit fünf wichtigen Punkten zur sicheren Auswahl eines Dienstleisters für die Endreinigung der Wohnung.

Vergleichen Sie mindestens drei Offerten, aber nicht nur deren Endbetrag. Ein Lockangebot kann wichtige Positionen auslassen und später durch Zusatzkosten teurer werden. Vorsicht gilt bei Barvorauszahlungen, fehlenden Vereinbarungen und Plattformen, die lediglich Reinigungskräfte vermitteln, ohne selbst für Qualität und Nachbesserung einzustehen.

Was bei einer Besichtigung geprüft wird

Bei einem seriösen Vor-Ort-Termin fragt der Profi nach Bodenbelägen, Anzahl und Zustand der Fenster, letzter Renovation, Haustieren und einer möglichen Raucherwohnung. Zusätzlich interessieren Zugänglichkeit, Lift, Parkmöglichkeit, Anzahl Bäder sowie Keller, Estrich, Balkon und Fensterläden. Diese Fragen sind kein Formalismus. Sie verhindern, dass die Offerte auf Annahmen basiert, die am Reinigungstag nicht stimmen.

mr. clean AG bietet End- und Umzugsreinigungen mit Abnahmegarantie an und arbeitet dabei mit Fixpreisofferten, einem eigenen Qualitäts- und Kontrollsystem sowie über 9'500 betreuten Wohnungen. Das Unternehmen ist in Zürich ansässig und hat weitere Standorte in Basel, Luzern, Zug und Winterthur. Als Auswahlkriterium zählt dabei nicht der Name allein, sondern ob der konkrete Auftrag, die Garantie und die Dokumentation sauber vereinbart werden.

Die Garantie greift nur, wenn der Ablauf klar definiert ist. Idealerweise nimmt der Anbieter am gemeinsamen Rundgang mit Verwaltung oder Vermieterschaft teil, lässt Beanstandungen direkt ins Protokoll aufnehmen und führt berechtigte Nacharbeiten innerhalb der vereinbarten Frist aus.

Die letzte Stunde vor der Abnahme

Die letzte Stunde entscheidet selten über eine komplette Reinigung. Sie entscheidet darüber, ob übersehene Details auffallen, sauber nachbearbeitet und korrekt festgehalten werden. Arbeiten Sie mit einem Klemmbrett oder einer digitalen Liste und gehen Sie immer in derselben Richtung durch die Wohnung.

Die 60-Minuten-Kontrolle

  • Erster Rundgang: Prüfen Sie Küche, Bad, Fenster, Türen, Böden und Nebenräume bei gutem Licht.
  • Nachpolieren: Bearbeiten Sie Armaturen, Spiegel und Glasflächen mit einem trockenen, sauberen Tuch.
  • Lüften: Öffnen Sie die Räume kurz und kontrollieren Sie, ob Reinigungsmittel- oder Rauchgeruch zurückbleibt.
  • Geruchskontrolle: Prüfen Sie Abflüsse, Kühlschrank, Schränke und textile Rückstände.
  • Dokumentation: Fotografieren Sie den sauberen Zustand und halten Sie Zählerstände fest.
  • Übergabe vorbereiten: Legen Sie alle Schlüssel bereit und entfernen Sie persönliche Gegenstände sowie Klebereste.
  • Heizung prüfen: Stellen Sie die Heizung auf die vereinbarte oder übliche Standardtemperatur.

Infografik zeigt die fünf wichtigsten Schritte für eine erfolgreiche Endreinigung einer Wohnung vor der Übergabe.

Das Schweizer Abnahmeprotokoll

Ins Protokoll gehören Grunddaten, anwesende Personen, Zählerstände, Schlüssel, geprüfte Bereiche und konkrete Mängel. Beschreiben Sie jede Beanstandung so genau, dass sie einer Fläche zugeordnet werden kann, und ergänzen Sie bei Bedarf einen Fotoverweis. „Küche nicht sauber“ hilft bei der Nacharbeit wenig. Besser ist die konkrete Angabe von Fett am Backblech, Kalk am Wasserhahn oder Staub an der Sockelblende.

Ein Abnahmeprotokoll für die Wohnungsübergabe sollte Prüfkriterien, Fotos, Fristen und vereinbarte Massnahmen abbilden. Das Abnahmeprotokoll für die Wohnungsreinigung folgt derselben Logik. Sammeln Sie Mängel nicht für später, sondern lassen Sie sie beim Rundgang sofort festhalten.

Nach Art. 267a OR muss die Vermieterschaft den Zustand bei der Rückgabe prüfen und Mängel, für die die Mieterschaft haften soll, grundsätzlich sofort anzeigen. Für später entdeckte Mängel gelten besondere Voraussetzungen und Fristen. Unterschreiben Sie deshalb nichts unter Zeitdruck, lesen Sie Vorbehalte vollständig und fotografieren Sie relevante Stellen.

Bleiben Sie während der Begehung ruhig und sachlich. Bei einer berechtigten Beanstandung sollte die Nachreinigung möglichst sofort organisiert werden. Ein professioneller Anbieter mit Abnahmegarantie kann noch vor Ort nacharbeiten, sofern der Vertrag diesen Ablauf abdeckt.

mr. clean AG unterstützt Wohnungsabgaben mit professioneller End- und Umzugsreinigung, transparenter Fixpreiskalkulation, Qualitätskontrolle und Abnahmegarantie. Wer eine Wohnung in Zürich oder an einem weiteren Standort übergabesicher vorbereiten möchte, kann bei mr. clean AG eine konkrete Offerte für das Objekt anfragen.